Einer neuen Mobilität verpflichtet

18. Dezember 2018


Die Herausforderung für neue Mobilitätsdienste besteht darin, das Mobilitätsangebot in Ballungsräumen zu erweitern, um die regulären Nahverkehrsdienste zu ergänzen

Mit der wachsenden Verstädterung werden wir bis 2050 2,4 Milliarden neue Einwohner haben. Zwei Drittel von werden in der Stadt leben, der Autotransport wird sich fast verdoppeln (ein Plus von 185%) und die Passagierkilometer sich fast um das 1,5-fache (140%) erhöhen. Die Folgen sind bereits heute alarmierend – wirtschaftlich (städtische Staus kosten Amerikaner mehr als 160 Milliarden US-Dollar und Staus aufgrund erhöhten Frachtverkehrs verursachen in Europa Kosten in Höhe von 1% des BIP), menschlich (jährlich sterben 3 Millionen Menschen aufgrund von Luftverschmutzung und 1,25 Millionen Menschen sterben bei Verkehrsunfällen), sozial (26% der unter 30-Jährigen geben an, dass sie einen Job aufgrund von Reise- oder Transportschwierigkeiten ablehnen mussten) und ökologisch (23% der CO2-Emissionen fallen beim Gütertransport an und 60% des Erdöls werden für den Transport verwendet).

Die massive Verstädterung der Welt erfordert ein Umdenken in der Entwicklung von Gebieten, um sie mit den wesentlichen Aspekten unseres täglichen Lebens, unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen, in Einklang zu bringen. Es ist notwendig, allen Menschen Zugang zu Mobilität zu gewähren, da dies für das Wachstum wesentlich ist und Zugang zu Gesundheit, Ausbildung und Beschäftigung sowie zu Kultur und Freizeitaktivitäten bietet. Wir müssen Lösungen bieten, um uns an die tatsächlichen Bedürfnisse der Gebiete anzupassen und ihre Identität zu respektieren, während wir gleichzeitig den sparsamen Energieverbrauch fördern:

  • ergänzende Kraftstoffe in Abhängigkeit des Energiemix der örtlichen Gemeinschaft (Elektrizität, Wasserstoff) sowie der Kundenansprüche (Entfernung, Ordnungsmässigkeit, territoriale Abdeckung)
  • ergänzende Lösungen in Abhängigkeit von der vorhandenen Infrastruktur und der Ressourcen, die der Gemeinschaft zur Verfügung stehen: Nahverkehr, gemeinsame Verkehrslösungen, Mobilität

Heutzutage erweitern neue Technologien die Palette der Möglichkeiten mit neuen Mobilitätsformen wie On-Demand-Diensten (z. B. Uber), Fahrgemeinschaften für den Heimarbeitsplatz (z. B. WayzUp), Carsharing (z. B. Citiz), Vermietung von Selbstbedienungsfahrzeugen (z.B. Cityscoot), öffentliche Verkehrsmittel (z. B. Uberpool), Instant Delivery-Plattformen (z. B. Stuart) und multimodale Planer (z. B. Citymapper). Für diese neuen Mobilitätsdienste besteht nun die Herausforderung, das Mobilitätsangebot in stadtnahen Gebieten zu erweitern, um die regulären Nahverkehrsdienste zu ergänzen.

Als Führer der Energiewende hat sich ENGIE als einer der wichtigsten Akteure in Mobilität und Transport positioniert und bietet eine umfassende Palette sauberer Mobilitätslösungen, die den Umgang mit Energie verändern. Alternative Kraftstoffe, intelligente Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Wasserstofftankstellen, intelligentes Verkehrs- und Parkmanagement sowie digitale Informationssysteme in öffentlichen Verkehrsmitteln sind allesamt Lösungen, die es den Menschen ermöglichen, an Orten zu leben, an denen die Luft besser ist und die Strassen weniger laut sind – dies vereinfacht den Verkehrsfluss und das Reisen.

ENGIE setzt sich für Mobilität ein:

  • Zugänglich und umfassend: Die Gruppe ist auf nationaler Ebene an einer Reihe wichtiger Infrastrukturprojekte beteiligt, darunter der Elektrifizierung der TGV-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Tours und Bordeaux in Frankreich sowie der Elektrifizierung der künftigen regionalen Expresslinie in Dakar, Senegal und die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Kenitra und Tanger in Marokko. Sie versorgt die Mehrheit der französischen Grossstädte mit Bordsystemen für den Betrieb von Bus- und/ oder Strassenbahnflotten und Fahrgastinformationen sowie Verbindungslösungen für Züge und Busse.
  • Sauberer: Die Gruppe baut europaweit Tankinfrastrukturen für Erdgas (NGV und Bio-NGV) sowie elektrische Netze zum Laden und Betanken von Wasserstoff auf.
  • Mehr Vernetzung und bessere gemeinsame Nutzung: ENGIE entwickelt im Einklang mit der ITS-Initiative (Intelligent Transport System), die in Brasilien erfolgreich eingeführt wird, neue Formen der Mobilität mit Dienstleistungen wie Carsharing und Smart Parking.

ENGIE fördert Initiativen und lokale Innovationen, die eine umweltfreundlichere Mobilität ermöglichen.

Im Jahr 2016 hat ENGIE beschlossen, eine geografische Organisation zu implementieren, die es dem Konzern ermöglicht, Angebote zu unterbreiten, die den Erwartungen seiner Kunden möglichst nahe kommen.

Folglich sind die Projekte, die in verschiedenen Teilen der Welt Gestalt angenommen haben, sehr unterschiedlich und tragen zur Umgestaltung der ENGIE-Gruppe bei ihren Bemühungen zur Förderung der Energiewende bei:

  • In Chile und Mexiko hat ENGIE die ENGIE Factory gegründet, um neue Angebote für die Region im Startmodus zu entwickeln. Eine davon, MuvSmart, ist eine Reihe von Dienstleistungen, die auf der Elektromobilität basieren und Dienstleistungen im Paketversand und im Carsharing anbieten.
  • In Frankreich sorgt das Elec’Car-Angebot von ENGIE dafür, dass private Eigentümer von Elektrofahrzeugen nachts zum halben Preis Ökostrom für ihre Häuser erhalten.
  • In Chile arbeiten unsere Teams mit dem Santiago-Transit-Betreiber zusammen, um einen elektrischen Pilotbus für die Stadt zu schaffen, der es ermöglicht, die Auswirkungen der Umstellung der Flotte auf sauberere Kraftstoffe abzuschätzen.
  • In Großbritannien hat das Green Mobility-Team in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Städten Green Mobility Hubs entwickelt, Multi-Service-Parkplätze mit Tankstellen für verschiedene alternative Kraftstoffe (Strom, Wasserstoff, Erdgas für Fahrzeuge), alternative Mobilitätsangebote (Mitfahrgelegenheiten) und Zugang zu Nahverkehrsnetzen.
  • In Taiwan hat ENGIE New Ventures, der Risikokapitalfonds der Gruppe, der in innovative Start-ups investiert, in Gogoro investiert, ein taiwanesisches Start-up, das Elektromobile produziert und mit seinem intelligenten 125-cm-Scooter (Smartscooter) Elektromobilitätslösungen anbietet die mit austauschbaren Lithiumbatterien ausgestattet sind inklusives eines öffentlichen Netzes von Batteriewechselstationen (Gogoro Energy Network). Gogoro-Roller werden von Coup, einem französischen eScooter-System zur Selbstbedienung, für die gemeinsame Nutzung von Rollern verwendet.
  • In Österreich wurden elektrische Ladestationen von EVBox installiert und den Mitarbeitern auf dem Parkplatz von ENGIE Austria ein gemeinsamer elektrischer BMW zur Verfügung gestellt.

Erfahren Sie mehr über unsere Lösungen – um Mobilität fliessender, sauberer und wirtschaftlicher zu gestalten. Oder wie ENGIE heute daran arbeitet, die Stadt von morgen in einer Reihe von Artikeln und Interviews in unserem speziellen Dossier zur Mobilität (Englisch) zu bauen.

Originalbeitrag veröffentlicht am 17. September 2018 auf engie.com
Link zum Artikel (Englisch)