«Klimaschutz ist kein Modetrend mehr»

8. Mai 2019


CEO Isabelle Kocher und Finanzchefin Judith Hartmann haben ENGIE innerhalb von drei Jahren umfassend umgebaut. Die beiden wollen aus ENGIE die weltweite Nummer eins im Bereich Dekarbonisierung, einer Null-CO2-Wirtschaft, machen.

Frau Hartmann, die Wurzeln von ENGIE waren das Geschäft der Versorgung mit fossiler Energie. Vor einigen Jahren hat sich die strategische Stossrichtung komplett gedreht. Im Endzustand soll ENGIE ein CO2-freier Konzern sein. Wo befinden Sie sich auf diesem langen Weg?

Die grosse Transformation passierte in den letzten drei Jahren, doch mit dem Thema haben wir uns schon vorher beschäftigt. Einer der Auslöser war der Entscheid Deutschlands, aus der Kernkraft auszusteigen und die erneuerbaren Energien zu fördern. Europaweit wurden in einem gesättigten Energiemarkt erneuerbare Energien hinzugefügt, was die Preise stark unter Druck setzte. Für uns war klar, dass die Erneuerbaren eine wichtige Rolle spielen werden. Schon zu Beginn der Transformation besassen wir rund 20 GW Produktionskapazität aus Wasserkraft. Mittlerweile machen die Erneuerbaren, und dazu zählen wir auch die Wasserkraft, rund einen Viertel unserer gesamten Produktionskapazitäten aus.

In der Schweiz wird ENGIE wohl kaum Solar- oder Windkraftwerke bauen. Wie wichtig ist die Schweiz für die Gruppe?

Derzeit gibt es in der Schweiz keine Kraftwerkprojekte, doch wir hätten die Fähigkeiten dazu. Und die Schweiz bleibt für uns ein Zielmarkt. Zudem gehören wir im Bereich von Gebäudetechnik und Energieeffizienz zu den Marktführern und wollen dieses Geschäft gezielt ausbauen.

Das ganze Interview mit Judith Hartmann lesen Sie hier.