Der Energy Observer ist im arktischen Spitzbergen angekommen

22. August 2019


Der Energy Observer ist im arktischen Spitzbergen angekommen – betrieben wurde der Katamaran dabei ausschliesslich mit erneuerbaren Energien und Wasserstoff. Eine Weltpremiere!

5700 km legte der Energy Observer ab St. Petersburg unter ungünstigen Wetterbedingungen und in völliger Energieautarkie zurück, bevor er am Samstag, 10. August, auf der Inselgruppe Spitzbergen (Norwegen) auf 78° nördlicher Breite anlegte. Das Archipel wird von der wissenschaftlichen Community gemeinhin als «Ground Zero», das Epizentrum des Klimawandels, bezeichnet.
Für das Team des Energy Observer ist dieser Zwischenstopp zweifellos der symbolträchtigste der ganzen abenteuerlichen Reise nach Nordeuropa.

Der ENERGY OBSERVER erreichte die Arktis als erstes Schiff der Welt mittels erneuerbarer Energien und Wasserstoff. Um diese historische Seefahrt zu verwirklichen, musste der Katamaran zwischen St. Petersburg und Longyearbyen auf Spitzbergen fast 2400 Meilen entlang der Westküste Norwegens zurücklegen. Eine Reise unter extremen Wetterbedingungen, die für die Expedition des Schiffes rund um den Globus sowohl in technologischer als auch sozialer Hinsicht einen Wendepunkt markiert. «Wir haben uns für die Fahrt nach Spitzbergen entschieden, weil das der «Ground Zero» ist, das Epizentrum des Klimawandels. Diese Inselgruppe allein verdeutlicht bereits die grossen Herausforderungen der Klimakrise und zeigt die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf Ökosysteme», erklärt Jérôme Delafosse, Leiter der Expedition.

Die Tour des ENERGY OBSERVER durch den Norden endet im Oktober in London, dies nach mehreren Zwischenstoppen in den Polargebieten. Anschliessend wird der Katamaran zurück in seinen Heimathafen in Saint-Malo fahren, um seine Odyssee von 2019 zu beenden.

Diese Fahrt in den hohen Norden mit dem Hauptpartner ENGIE ist eine Gelegenheit, die Öffentlichkeit für erneuerbare Energien, Mobilität und Biodiversität im arktischen Ökosystem zu sensibilisieren. Verfolgen Sie die Abenteuer des Teams des ENERGY OBSERVER.

«Die jüngsten Fahrten waren ein Erfolg. Von Helsinki nach Tallinn, von Tallinn nach St. Petersburg – das Schiff kam mit voller Batterie und 100 % Wasserstoff an! Mittels einer Kombination aus Wasserkraft und Solarenergie war es möglich, während der Fahrt Energie zu erzeugen und zu speichern. Die Navigation in der Arktis kann sehr herausfordernd sein, deshalb müssen wir nun strategisch klug agieren und die richtigen Wetterfenster wählen», sagt Victorien Erussard, Kapitän des ENERGY OBSERVER.