6 Fragen an einen Leiter Konstruktion

24. Juni 2021


Christian Toschka ist seit letztem Jahr Leiter Konstruktion Anlagenbau bei der Caliqua AG. Er erzählt uns u.a., wie er zu diesem Beruf kam und wie sein Arbeitsalltag aussieht.

1. Wie sieht ein Arbeitstag eines Leiter Konstruktion im Anlagenbau aus?

Grundsätzlich kann man sagen, dass kein Tag dem anderen gleicht, man weiss nicht, was einem erwartet. Aber es gibt zwei wichtige Aufgabenbereiche:

  • Die disziplinarische Führung der Mitarbeiter zum einen und die fachliche Führung der Abteilung zum anderen.
  • Alle anfallenden Arbeiten / Arbeitspakete termingerecht in der geforderten Qualität mit dem Team bereitzustellen, steht an oberster Stelle.

Daneben hat der Leiter Konstruktion noch viele weitere Aufgaben wie z. B die Organisation des Teams, dessen Tätigkeiten zu koordinieren, kontrollieren und natürlich das Erledigen seiner eigenen Aufgaben. Ansprechpartner zu sein (für technische) Fragestellungen intern und extern gehört ebenfalls dazu, wie auch das Leiten von Besprechungen oder das Nachverfolgen der Zielerreichung usw.

2. Was gefällt Dir am besten an Deinem Beruf?

Ich bin durch und durch Techniker. Ich liebe es kreativ zu sein, etwas Neues entstehen zu lassen oder etwas Vorhandenes zu optimieren. Es erfüllt mich mit Stolz, massgeblich daran beteiligt zu sein, etwas aus der Theorie in die Praxis umzusetzen und somit einen Beitrag zum Erfolg der Firma und des Teams zu leisten.

3. Was siehst Du als grösste Herausforderung in Deiner Arbeit?

Die grösste Herausforderung bei meiner Arbeit sehe ich darin, Projekte / Arbeitspakete termingerecht und in der geforderten Qualität mit den internen Konstrukteuren und externen Planern sowie dem Projektteam erfolgreich abzuwickeln. Zudem soll das Thema Digitalisierung (BIM etc.) weiter vorangetrieben werden, damit sich das Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich am Markt behaupten kann.

4. Was macht einen guten Leiter Konstruktion im Anlagenbau aus?

Die Hauptaufgaben des Konstruktionsleiters sind in erster Linie die disziplinarische und fachliche Führung seiner Abteilung. Was das Fachliche betrifft, sollte er die Materie verstehen, um jederzeit Ansprechpartner bei technischen Fragestellungen sein zu können – intern wie extern!

Er sollte in jeder Hinsicht offen sein für Neues sowie Durchsetzungsvermögen und Standhaftigkeit vorweisen. Es bedarf einer hohen Sozialkompetenz sowie Empathie, um die Mitarbeitende kompetent führen zu können.

5. Wie wird man zum Leiter Konstruktion Anlagenbau?

Nach meiner Ausbildung zum Konstrukteur habe ich ein Maschinenbaustudium an der DHBW Lörrach mit der Vertiefungsrichtung Konstruktion absolviert. Danach arbeitete ich als Konstruktions-Ingenieur hauptsächlich in der Pharmabranche und konnte mir bei diversen Firmen im Maschinen-, Werkzeug- und Anlagenbau ein breites Wissensspektrum aneignen.

Mir wurden bereits früh Teamleiter-/ Abteilungsleiterfunktionen übertragen. Meine Fähigkeiten, mich schnell in neue Themengebiete einzuarbeiten, Lösungsansätze bei Problemstellungen zu geben, die strukturierte Arbeitsweise – und nicht zuletzt meine Freude, Menschen empathisch zu führen – haben wesentlich dazu beigetragen, erfolgreich in leitender Funktion tätig sein zu können.

Schon länger verspürte ich das Verlangen, mich beruflich noch einmal neu zu orientieren. So kam es dann, dass ich letzten September bei der Caliqua AG als Leiter Konstruktion gelandet bin. Hier habe ich das gefunden, was ich gesucht habe: Eine spannende und herausfordernde Aufgabe, ein großartiges Team und die Möglichkeit, die Zukunft mitzugestalten!

6. Wie hat sich Deine Arbeit durch die Coronakrise verändert?

Nun, man hat gesehen, dass das Arbeiten im Homeoffice eigentlich relativ problemlos zu bewerkstelligen ist. Die Digitalisierung macht es möglich, alles was man braucht, befindet sich auf dem Laptop und so ist ein Arbeiten von fast überall aus möglich. Ganz ohne meinen Notizblock komme ich aber noch nicht aus, mal schnell eine Skizze machen, etwas Wichtiges notieren…

Was aber definitiv zu kurz kommt, ist der enge Kontakt mit dem Team. Die Kommunikation ist schwieriger geworden, es fehlen die Kaffee-Gespräche, das «sich eben mal Treffen», um etwas zu bereden. Die Teamführung insgesamt ist anspruchsvoller und aufwendiger geworden.

Für mich kann das Homeoffice diesbezüglich das Arbeiten vor Ort nicht äquivalent ersetzen. Ich denke aber eine gesunde Mischung zwischen Präsenz in der Firma und Homeoffice wird unseren Arbeitsalltag in Zukunft ausmachen.